BBK

Archiv 09.2009


Wahlkampf für Bildung

Podiumsdiskussion am 23.09.2009

Rente mit 67 abschaffen? Flächendeckender Mindestlohn? Steuersenkungen? Bürgerversicherung oder Kopfpauschale? Kein Wunder, dass sich Jugendliche nicht für Politik interessieren. Denn das, was uns im Wahlkampf serviert wird ist FSK 30. Wenn die Dinge, die uns interessieren, von den Parteien und den Medien nicht in den Wahlkampf getragen werden, gibt es zwei Dinge, die wir tun können: 1. Wir betrinken uns sinnlos und zerstören öffentliche Bushaltestellen, oder 2. Wir tragen unsere Inhalte selbst in den Wahlkampf. Mit den beiden Bildungsstreiks haben wir den Medien, der Politik und nicht zuletzt unseren Eltern zwei Dinge klargemacht: 1. Wir wissen genau, was los ist! 2. Wir sehen das ein bisschen anders…

Ihr erinnert Euch sicherlich noch an die Reaktionen auf die Streiks. Als irgendwelche Krawallmacher und Schulschwänzer hat man uns bezeichnet, mit Missbilligungen und Verweisen hat man uns gedroht. Es wäre ein gutes Anliegen, aber die falschen Mittel, hieß es. Wenn wir wirklich Inhalte hätten, dann würden wir sie anders vermitteln. Nicht, dass wir diese Kritik für berechtigt halten, aber wir wollen den Leuten, die das alles über uns gesagt und verbreitet haben, beweisen, dass wir auch nach ihren Spielregeln spielen können. Letztlich ist es uns egal, ob wir unsere Forderung nach besseren Bedingungen an Schulen, in der Berufsausbildung und in den Universitäten mit Demonstrationen, Streiks, Podiumsdiskussionen oder Wahlen durchsetzen. Was zählt ist die Durchsetzung unserer Forderungen, die wir nach wie vor für richtig halten.

Wir haben in einer aberwitzigen Aktion Parteien und Politiker dazu bringen können, uns vier Tage vor der Wahl Rede und Antwort zu stehen. Alle sagen immer, Bildung wäre das wichtigste in unserem Land, aber niemand will uns den Masterplan verraten. Und wenn alle Parteien sich einig sind, dass Bildung wichtig ist, warum will dann keine von ihnen auf unsere Forderungen eingehen? Das und noch viel mehr, könnt ihr die entsprechenden Politiker ja am 23.09.09 ab 18Uhr im Legienhof selbst fragen. Denn sie werden kommen. Wenn es eines gibt, was sich Politiker im Wahlkampf nicht erlauben können, dann ist es die Ungunst der wahlberechtigten Eltern von unzufriedenen SchülerInnen auf sich zu ziehen. Wenn ihr nicht nur mit Fahnen durch die Straßen spazieren wollt, sondern auch für eure Anliegen streiten könnt, dann kommt zur Veranstaltung unter dem Motto „WAHLKAMPF FÜR BILDUNG“. Wir, Eurer BBK-Team haben uns Tage und Nächte um die Ohren gehauen, um diesen Coup zu landen. Lasst uns der Politik einmal mehr zeigen, wo der Hammer hängt.


Kommentare
Max Reble - 18.09.2009


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